Stelle dir selbst einmal die Frage: „Wie oft sitzt du vor einem Bildschirm?“ Damit meine ich nicht nur den TV, sondern auch Computer, Tablet und natürlich Smartphone.

Die Digitalisierung hat unser Leben in vielerlei Hinsicht verändert, und eines der offensichtlichsten Merkmale dieser Veränderung ist die steigende Bildschirmzeit. Ob auf Smartphones, Tablets, Computern oder Fernsehern – unsere Gesellschaft verbringt immer mehr Zeit vor Bildschirmen. Dies hat Auswirkungen auf dein tägliches Leben, deine Gesundheit und deine zwischenmenschlichen Beziehungen.

Wie oft ist dir das überhaupt bewusst? Per sé ist Bildschirmzeit auch nichts schlechtes. Denn letztendlich kannst du die Zeit vor dem Bildschirm auch nützlich gestalten. Doch wie oft lässt du dich einfach sinnlos berieseln? Du schaust Tiktok, YouTube-Videos von Leuten beim Essen (Muk-Bang?), spielst Videospiele oder schaust stundenlang Netflix.

Was sind die Konsequenzen?

Positiv ist, dass wir durch Social Media und die Bildschirmzeit besser in Kontakt mit unseren Mitmenschen sein können. Es geht schnell jemanden anzurufen und ihn nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen. Gleichzeitig verlernen wir jedoch die Kommunikation im echten Leben. Es ist und bleibt etwas anderes jemandem ins Gesicht etwas zu sagen oder sich hinter dem Bildschirm zu verstecken. Gerade auch, wenn es darum geht fremde Menschen anzusprechen. Die Qualität der Kommunikation leidet. Nochmal: Bildschirmzeit ist per sé nichts schlechtes. Doch im Überfluss ist dies nichts anderes als leere Kalorien. Du berieselst deinen Geist und müllst dein Gehirn zu. Ich finde den Vergleich mit Kalorien durchaus passend: wenn du ein wenig mehr Kalorien isst, wirst du nicht gleich übergewichtig. Doch wenn du dauerhaft zu viel isst, wirst du zwangsläufig zunehmen. Die Folgen sind dir bewusst. Und genauso wie du bei der Ernährung immer die Wahl hast zwischen einem Salat und einem Schnitzel mit Pommes, kannst du auch bei der Bildschirmzeit entscheiden, mit was du diese füllst. Auch hier bedenke ich, dass für viele von uns der Bildschirm gleichzeitig der Arbeitsplatz ist. Und das ist okay. Mit diesem Artikel möchte ich dir jedoch einfach bewusst machen, dass du deine eigene Bildschirmzeit hinterfragst. Bist du dir überhaupt bewusst, wie oft du vor einem Monitor oder Display sitzt? Das summiert sich schnell auf. Denn es ist ein völliger Automatismus. Für mich war es früher völlig normal, dass der TV gelaufen ist (das ist zwar schon gaaaanz lange her, doch war es das tatsächlich). Dementsprechend habe ich das gar nicht mehr wahrgenommen. Der Griff zum Smartphone am Morgen und der Check von Instagram ist für viele Menschen auch völlig normal. Und ich erwische mich viel zu oft, dass ich Zeit am Tablet oder Smartphone verbringe, welche einfach sinnlos ist. Mit sinnlos meine ich, dass ich mir irgendwelche Videos anschaue oder durch den Feed scrolle. Es gibt natürlich durchaus sinnvollen Content. Letztendlich möchte ich dich jedoch sensibilisieren. Und dein Smartphone verrät dir mit Sicherheit, wie viele Stunden du täglich oder in der Woche am Handy warst.

Stichwort Datenschutz

Wir machen uns teilweise verrückt bzgl. dem Thema Datenschutz. Für viele von uns ist es jedoch normal unsere persönlichen Daten im Internet auf verschiedenen Webseiten preiszugeben oder private Bilder/Videos etc. zu teilen. Wie bei allem im Leben solltest du das mit einer gewissen Portion Vorsicht und Respekt handeln. Hinterfrage es, wenn du auf einer Webseite deine Daten angibst. Sei dir bewusst, dass alles, was du im Internet veröffentlichst theoretisch dein Leben lang aufrufbar ist. Das Internet vergisst nicht. Gerade bei jüngerem Publikum ist es unsere Fürsorge darauf aufmerksam zu machen. Denn vielen jüngeren Menschen ist das gar nicht bewusst. Und an dieser Stelle: wenn ich Bewerbungen erhalte, schaue ich mir denjenigen IMMER auf Social Media an. Was gibt er preis? Und wie gibt derjenige sich? Dein Profil sagt bereits einiges über dich aus.

Der Datenfilter

Einen Punkt, den ich definitiv noch ansprechen möchte, ist die Gefahr, dass du nur gefilterte Nachrichten erhältst. Was ich damit meine? Du wirst dir automatisch die Plattformen/Influecer/Kanäle suchen, die deine Meinung bestätigen. Das trägt zu einer Art Meinungsmache bei. Gleichzeitig sind Social Media auch ein Ort für Fake News.
Du wirst also immer nur gefilterte Informationen erhalten. Bitte bedenke jedoch, dass du bei deiner Meinung mehr Quellen nutzen solltest. Das beginnt bei politischen Themen und geht über zu den klassischen Influencer-Produkten. Es ist schlicht Werbung. Und wie überall gibt es gute und schlechte Verkäufer: denn ein Influencer lebt vom Verkauf (übrigens wie wir alle – das führe ich gerne in einem anderen Artikel aus).

Bist du Diener oder Herr der digitalen Helfer?

Letztendlich ist der Sinn hinter den ganzen digitalen Helfer vor allem Arbeitserleichterung, Spaß und eine bessere Kommunikation. Wir können heutzutage von beinahe überall arbeiten (WLAN vorausgesetzt). Wir können am anderen Ende der Welt sein und unsere Liebsten live sehen. Viele Arbeiten, die du früher mühsam selbst machen musstest, sind mittlerweile voll digitalisiert. Die ganze Informationsverbreitung (du erinnerst dich: Nachrichten oder auch Postkarten waren teilweise erst Tage später bei einem) dauert heute Millisekunden. Gleichzeitig ist das auch die Gefahr. Wie bei allem im Leben. Um es noch einmal mit dem Beispiel Kalorien zu beschreiben: ein wenig Schokolade und ein paar Kalorien zu viel an einem Tag machen nichts aus. Doch auf Dauer wirst du zunehmen und mit all den Folgen zu kämpfen haben. Identisch ist es bei der Bildschirmzeit (mit Social Media und all den Möglichkeiten online): zu viel kann dir auch schaden…

Vielleicht fühlt sich der eine oder andere durch diesen Artikel angesprochen. Vielleicht denkt der eine oder andere auch darüber nach. Gerade in der jetzigen Zeit ist es wichtig sich den Umgang mit diesen ganzen digitalen Möglichkeiten bewusst zu machen. Und an letzter Stelle möchte ich dir noch einen Tipp geben: eine Blaulichtbrille. Damit filterst du das kurzwellige blaue Licht von den Monitoren und Displays. Gerade am Abend kann zu viel Blaulicht zu Schlafproblemen führen. Doch auch am Tag kommt es dadurch zu Kopfschmerzen oder tränenden und trockenen Augen. Viele digitale Geräte bieten auch sogenannte „Nacht-Modi“ an. Nutze diese, um zu viel Blaulicht zu vermeiden.
Und somit: ich hoffe, dass dir der Artikel gefallen hat. Gebe mir gerne ein Like, kommentiere oder teile ihn mit deinen Freunden.

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