Wer andere Menschen führen möchte, muss es zuerst schaffen sich selbst zu führen.

Selbstführung beginnt mit dem ersten Schritt: Selbstverantwortung. Du bist dir bewusst, dass du für alles in deinem Leben zu 100% verantwortlich bist. Das ist der erste Schritt, um dich zu er-MÄCHTIGEN und dir selbst die Chance zu geben nötige Veränderungen einzuleiten. Das erfordert radikale Ehrlichkeit. Denn Verantwortung bedeutet, dass man nicht nur für die Erfolge verantwortlich ist, sondern genauso auch für die Misserfolge.

Wenn du volle Verantwortung übernimmst, übernimmst du das Ruder. Du bist Kapitän auf dem Schiff deines Lebens. Natürlich hast du nicht auf alle Dinge, die passieren, Einfluss. Du hast jedoch Einfluss auf deine Reaktion darauf. Das gibt dir wiederum die Macht zurück mit negativen Situationen umzugehen. Und lasse dich nicht blenden von deinen Mitmenschen. Jeder Mensch gibt oft nur seine „Highlights des Lebens“ preis. Wir Menschen mögen Erfolgsgeschichten und keine „Ich habe etwas versucht und bin gescheitert“-Geschichten. Oder hat deine Oma stolz am Tisch erzählt, dass ihr Enkel Rad zu fahren versucht hat, es aber nicht hinbekommen hat? Du wirst Misserfolge erleben. Auf manche Misserfolge hast du Einfluss und auf manche hast du keinen Einfluss. Ein Fitnessstudio, welches während dem Lockdown eröffnet hat, hat keinen Einfluss auf die Pandemie gehabt. Letztendlich muss der Besitzer für die Konsequenzen die Verantwortung übernehmen.

In deinem Leben bist du derjenige, der entscheidet, ob du ein hilflos treibendes Stück Holz auf dem Wasser sein möchtest oder hingegen die Strömung nutzt, um schneller voranzukommen.

Vielleicht kennst du es: der Tag beginnt früh morgens um 6 Uhr und endet irgendwann am Abend um 22 Uhr. Das sind volle 16h, die man zur Verfügung hat. Dazwischen ist eine To-Do-Liste, die während des Tages eher länger als kürzer wird. Am Ende des Tages ist man erschöpft. Es stellt sich trotzdem kein Gefühl von Zufriedenheit ein, da du nicht alles erledigt hast, was du dir vorgenommen hast. Umso mehr solcher Tage es gibt, umso eher rast du in ein tiefes Gefühl von Unzufriedenheit.
Selbstführung startet hierbei an der Stelle Fokus:
„Worauf möchte ich mich den ganzen Tag über fokussieren?“
„Was sind die wirklich wichtigen Dinge, die ich erledigen muss?“
„Und was nehme ich auf meine To-Do-Liste auf?

Die Beantwortung der Fragen braucht Zeit und schafft klare Prioritäten. Sie schafft es jedoch auch, dass du den Fokus bewahrst. Und die Fokussierung auf die wichtigen Aufgaben liegt einzig und alleine in deiner Verantwortung. Jedes „Ja“, was du zu einer Tätigkeit sagst, bedeutet auch ein „Nein“ zu einer anderen Tätigkeit. Das ist Selbstführung.

Ziele zu setzen ist der erste Schritt das Unsichtbare in das Sichtbare zu verwandeln.

Tony Robbins

Selbstführung setzt voraus, dass ich Zielklarheit besitze. Ich muss mir bewusst sein welche Ergebnisse ich in meinem Leben erzielen möchte. Selbstführung startet damit sich eigene Ziele zu setzen. Denn Ziele geben uns Antrieb und bringen uns in die Handlung. Wenn dies nicht der Fall ist, sind es falsch gewählte Ziele. Deine Ziele sollen dich begeistern. Sie sollen dich anziehen. Vielleicht hast du ein helles Bild vor Augen, hörst eine bestimmte Melodie oder auch Stimmen, die etwas zu dir sagen. Vielleicht bekommst du auch ein warmes Gefühl im Brustbereich, wenn du an dein Ziel denkst. Und jemand anderes kann die Zielerreichung schmecken, wenn er den süßen Nektar des Erfolgs kostet.
Und bedenke: jedes „Ja“ zu deinem Ziel bedeutet auch ein „Nein“ zu einem anderen Ziel (und das kann auch ein Ziel von jemand anderem sein, wenn Freunde/Bekannte/Chef/Mitarbeiter dich fragt, ob du eine Sache erledigen kannst).
Genauso erfordert jedes Ziel Training. Denn wenn es kein Training erfordern würde, hätten wir es bereits erreicht. Dazu ist es essentiell, dass du permanent an deiner Persönlichkeit und deinen Fähigkeiten arbeitest. Dabei hilft dir ein Mentor, Coach und/oder dein Umfeld. Suche dir Menschen, die deine Ziele bereits erreicht haben und lerne von ihnen. Ohne meine Mentoren wäre ich bei weitem nicht dort, wo ich derzeit bin. Genauso weiß ich, dass ich noch unglaublich viel erreichen kann. Denn Sie zeigen mir, dass es möglich ist. Mein persönlicher Glaubenssatz an dieser Stelle ist:

„Wenn jemand anderes es bereits geschafft hat, KANN ICH DAS AUCH!“

Selbstführung heißt Ziele zu priorisieren. Ich muss mir bewusst machen, dass ich nicht alles parallel erreichen kann. Die grundsätzliche Frage ist hierbei: „Welche Ziele sind mir am wichtigsten?“. Auf Basis dessen plane ich die Zeit. Viele erfolgreiche Trainer und Coaches empfehlen hier ganz simpel die Zeit im Voraus zu blocken. Das kann so aussehen, dass du dir schlicht Zeitblöcke in deinem Kalender im Voraus reservierst für die Arbeit an seinen Zielen.
Ich arbeite hierbei mit dem Microsoft Outlook-Kalender. Dort sind im Voraus Zeitblöcke angelegt. In diesen Zeitblöcken arbeite ich an meinen A+-Aufgaben. Das sind die Aufgaben, die mich dabei unterstützen meine Ziele zu erreichen. So stelle ich definitiv sicher, dass die Arbeit an meinen Zielen nicht torpediert wird durch die Anforderungen des Alltags. Jeder kennt bestimmt solche Situationen, in denen man viele dringende Dinge erledigt, welche jedoch nicht maximal wichtig sind. Das kostet Energie und führt dazu, dass wir schlichtweg die Arbeit an unseren Zielen vernachlässigen.

C.A.N.I. – Constant And Never-Ending Improvement

Es heißt auch, dass ich beständig an mir selbst weiterarbeite. Für Sportler ist es völlig klar: um besser zu werden muss ich trainieren. Und auch um meinen derzeitigen Stand zu halten, muss ich regelmäßig Training einplanen. Wie bei einem Muskel: wenn ich einen Muskel trainiere, wächst er und wird leistungsfähiger. Wenn ich jedoch aufhöre ihn zu verwenden, dann baut er sich ab. Das ist im Übrigen auch der Grund, weshalb viele Menschen im mittleren Alter Rückenschmerzen und mehr bekommen: die Muskulatur hat sich in gewissem Maße abgebaut, sofern kein Training durchgeführt worden ist.

Grundlage für die Erreichung deiner Ziele im Leben ist ein gesunder und fitter Körper!

Für maximale Energielevel im Alltag muss ich mich körperlich fit halten. Bewegung gibt uns Energie. Aus diesem Grund sollte man diese Zeit genauso einplanen und durchziehen, wie andere Aktivitäten. Denn nur mit einem hohen Energielevel bin ich in der Lage alle Aufgaben des Tages zu bewältigen. Hinzu kommt der Fokus auf Lebensmittel. Bewusst Dinge essen, welche unverarbeitet sind und mir Energie liefern. Das beste Beispiel hierzu ist die Frage, wie du dich nach dem Essen eines Rahmschnitzels mit Pommes fühlst? Wohl eher weniger energiegeladen und eher mit dem Drang auf die nächste Couch. Wenn du jedoch einen gemischten Salat mit etwas Essig-Öl-Dressing, Käse und Ei isst, wirst du den Fokus auch nach der Mittagspause beibehalten können. Eine einfache Maßnahme, die viel nützt, doch Disziplin erfordert.

Emotion is created by motion!“ – Tony Robbins

Bewegung hat noch einen weiteren Vorteil: du bist energiegeladener. Das hast du bestimmt selbst schon festgestellt: du sitzt für 2h am Schreibtisch und bist irgendwann einfach nur noch müde. Es wird Zeit für eine Pause. Anstatt dich in der Pause auf das Sofa zu setzen, gehst du stattdessen nach dem Mittagessen eine Runde spazieren. Und siehe da: dein Kreislauf kommt auf Touren. Du lädst deine Speicher mit Energie auf. Du bist auf einmal viel besser gestimmt, wenn du vorher vielleicht gestresst warst. Es ist relativ simpel erklärt: Bewegung führt dazu, dass dein Herz etwas schneller schlägt. Die komplette Durchblutung wird verbessert. Zusätzlich atmest du Sauerstoff auf. Und was brauchen wir Menschen lebensnotwendig? Sauerstoff! Ein kleiner Tipp an dieser Stelle: baue bewusstes Atmen mit in deinen Alltag ein. Es gibt verschiedene Atemübungen, die du innerhalb von 5-10 Minuten absolvieren kannst. Ich persönlich baue gelegentlich die Wim-Hof-Atmung mit ein, bei der man mehrere tiefe Atemzüge nimmt und dann für einen Zeitraum von 60-120+ Sekunden den Atem anhält. Das Video verlinke ich dir: https://youtu.be/tybOi4hjZFQ

„Was siehst du aber den Splitter im Auge deines Bruders, den Balken aber in deinem Auge bemerkst du nicht?“

Matthaeus 7:3

Selbstbezogenheit, Selbstverliebtheit und Selbstherrlichkeit deuten nicht auf eine gute Selbstführung hin. Dies ist oftmals nur ein Hinweis für jemanden, dem es an SELBSTREFLEKTION fehlt. Selbstreflektion ist eine der wichtigsten Eigenschaften, um sich selbst zu führen.
Selbstreflektion bedeutet für mich, dass ich mich auch selbst hinterfrage. Dies kann auf täglicher Basis stattfinden, indem man sich am Tagesende Fragen stellt wie:
„Habe ich heute an meinen Zielen gearbeitet?“
„Habe ich mir genug Zeit für die Belange meiner Mitarbeiter genommen?“
„Wem habe ich heute etwas Gutes getan?“
„Gab es eine Situation, in der ich künftig anders reagieren möchte?“
„Bin ich heute ein Vorbild für andere Menschen gewesen?“

„War heute ein guter Museumstag?“ (in Anlehnung an John Strelecky – The Big Five For Life)
Hierbei ist wichtig zu erwähnen, dass ich solche Fragen als Ergänzung zu meinen „Erfolgs-“ und „Dankbarkeits-Fragen“ stelle. Gerade die Frage, ob ich in einer Situation künftig anders reagieren möchte, ist sehr gut, um eigene Fehler zu reflektieren. Vielleicht war dies ein Gespräch mit dem/r Partner/in oder auch dem Vorgesetzten/Mitarbeiter. Oftmals gibt es Situation, bei denen ich im Nachhinein gerne anders reagiert hätte. Hier gilt: „Die Situation ist dein Coach.“ Ich reflektiere die Situation bewusst noch einmal und ziehe die Konsequenzen daraus. Wenn es noch einmal so eine ähnliche Situation gibt, reagiere ich anders. Wenn ich es mir jedoch nicht bewusst mache, vergesse ich viele Situationen einfach wieder. Und die Folge: Fehlverhalten wird einfach fortgeführt.
Ganz nach Albert Einstein: „Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“

Ich schätze den als tapferer, der sein Verlangen überwindet, als jenen, der seine Feinde besiegt. Denn der schwerste Sieg ist der Sieg über sich selbst.

Aristoteles

Selbstführung ist die Grundlage, wenn du einmal andere Menschen führen möchtest. Du musst immer erst dich führen. Eine Führungskraft ist Vorbild. Sie geht mit gutem Beispiel voran. Das Sprichwort „Wasser predigen und Wein trinken“ kennst du bestimmt. Menschen mögen Authentizität. Und authentisch bist du, wenn du selbst die Dinge tust, die du von anderen verlangst. Wenn du dir selbst Höchstleistungen abverlangst, dann kannst du auch andere Menschen zu Höchstleistungen motivieren. Du ziehst Sie nach oben. Und das tolle dabei ist, dass du selbst dadurch zu noch viel größeren Erfolgen imstande bist…

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