„Only the discplined ones in life are free. If you are undiscplined, you are a slave to your moods and your passions.“

Eliud Kipchoge

Ich habe diesen Satz von Eliud Kipchoge, dem Weltrekordhalter beim Marathonlauf und der einzige Mensch, der einen Marathon in unter 2h gefinished hat.
Dieser Satz drückt unglaublich viel meiner Lebensphilosophie aus. Disziplin ist ein Wert, der für mich eine große Bedeutung hat. Disziplin unterscheidet erfolgreiche von erfolglosen Menschen. Denn Disziplin heißt Dinge zu tun, die einem erst langfristig etwas nützen. Kurzfristig sind sie mit Schmerz oder Unwohlsein verbunden. Wir schieben Tätigkeiten auf oder unterlassen diese ganz, weil es kurzfristig weh tut. Das beste Beispiel findet sich im Sport wieder: ausnahmslos jeder fühlt sich nach einer Sport-Einheit gut. Doch gleichzeitig fällt der Anfang schwer. Diesen Kampf führen alle. Auch Spitzensportler überwinden sich tagtäglich und absolvieren ihr Training. Sie tun das, weil das daraus resultierende Ergebnis mehr zählt als der kurzfristige Schmerz. Und egal, wie sehr Training zur Gewohnheit wird: man muss sich jeden Tag aufs Neue überwinden. Das unterscheidet erfolgreiche von erfolglosen Menschen.

Warum haben manche Menschen mehr Disziplin als andere?

Disziplin ist nicht genetisch bedingt. Sobald wir etwas auf die Gene oder auch Umständen, die außerhalb unseres Einflussbereiches liegen, schieben, entziehen wir uns unserer Verantwortung. Wir akzeptieren es einfach. Dabei ist Disziplin oder Erfolg nichts, was zufällig passiert oder auch einem in den Schoss fällt. Disziplin entsteht, wenn du dir deiner Ziele klar wirst. Der Mensch, der klare Ziele hat, bringt auch die Willenskraft auf diese zu erreichen. Warum möchtest du etwas tun, was dir schwer fällt? Das kann eine neue Aufgabe oder auch Verzicht sein. Mache dir eines bewusst: umso öfter du etwas tust, umso leichter wird es. Du entwickelst eine neue Gewohnheit. Du brauchst zwar immer noch die Disziplin die Gewohnheit beizubehalten, doch fällt es dir von Zeit zu Zeit leichter. Gewohnheiten beizubehalten erfordert zwar immer noch Disziplin, doch weitaus weniger als zum Start.

Warum sind nur die disziplinierten Menschen wirklich frei?

Ich erwähnte bereits, dass für mich Disziplin einer der wichtigsten Werte im Leben ist. Disziplin bedeutet für mich täglich aufs Neue meine Komfortzone zu verlassen. Disziplin bedeutet für mich Wachstum. Die Dinge im Leben, die sich wirklich lohnen, sind allesamt nur den disziplinierten Menschen vorbehalten. Das treibt mich persönlich an morgens um 5 Uhr aufzustehen, um einen Vorsprung gegenüber anderen Menschen zu haben. Wenn andere aufstehen, habe ich bereits meinen Tag geplant, Sport gemacht und die erste Aufgabe erledigt. Das setzt natürlich voraus, dass ich früh ins Bett gehe. Ich treibe täglich Sport. An manchen Tagen kostet das große Überwindung. Doch bedenke bitte: wenn du einmal eine Ausnahme machst, dann fällt es dir beim nächsten Mal leichter wieder eine Ausnahme zu machen. Und irgendwann werden ständig Ausnahmen gemacht…
Viele Menschen schauen auf die erzielten Erfolge und sagen dazu „Glück“. Doch nicht erst seit dem Lied von Kontra K ist bekannt, dass Glück immer nur die Folge von vielen richtigen Entscheidungen im Leben ist.

„If you are undiscplined, you are a slave to your moods and passions.“

Menschen, die ihre Gewohnheiten nicht kontrollieren können, sind Opfer ihrer Gefühle. Sie sind Opfer von Süchten und ihrer Stimmung. Wann greifen Menschen zur Zigarette oder zu Schokolade? Das sind Muster, die wir irgendwann mit „Stressabbau“ verknüpft haben. Ich könnte dir hier Hunderte dieser Verhaltensmuster nennen. Und du erkennst dich bei dem einen oder anderen Muster mit Sicherheit wieder. Manche Muster haben wir auch von unserem Umfeld übernommen. Wir lernen schließlich durch Vorbild. Schlussendlich fehlt an diesem Punkt die Disziplin „Nein“ zu sagen. In diesem Moment ist uns die kurzfristige Befriedigung wichtiger als das langfristige Ergebnis.

Selbstführung

Ich spreche oft von Selbstführung, wenn es um das Thema Führung geht. Selbstführung bedeutet für mich, dass ich eine Vorbildfunktion erfülle. Denn nur wenn ich mich selbst führe, bin ich fähig auch andere Menschen zu führen. Wenn ich selbst die Disziplin besitze Dinge zu tun, die wichtig, aber unangenehm sind, dann kann ich ein Vorbild für andere sein. Dann kann ich andere Menschen beeinflussen. Und erst dann werde ich zu einer wahren Führungspersönlichkeit. Erst dann kann ich andere Menschen positiv beeinflussen.

Wie sehr hast du deine Emotionen unter Kontrolle?

Bist du ein Opfer oder ein Schöpfer deiner Gefühle? Damit meine ich schlicht, ob du in der Lage bist Ruhe zu bewahren in stressigen Situationen. Dazu gehört auch die Disziplin, um dir deiner Gefühle bewusst zu werden. Und das wiederum ist Training. Am Anfang musst du dich stärker disziplinieren, doch umso öfter du es tust, umso leichter wird es. Wenn du wieder einmal einen guten Vorsatz brechen willst, kontrolliere dich. Werde dir dessen bewusst. Denn dann hast du die Kraft „Nein“ zu sagen und diszipliniert zu sein. Disziplin kann man trainieren.

Übernehme Verantwortung

Selbstführung setzt vor allem voraus, dass ich Verantwortung übernehme. Im Beruf erkennt man eine richtige Führungskraft daran, dass Sie Verantwortung übernimmt. Wenn Erfolge zu feiern sind, ist es leicht Verantwortung zu übernehmen. Wahre Führer übernehmen Verantwortung auch in Situationen, in denen Fehler passiert sind. Verantwortung übernehmen heißt auch für Fehler geradestehen, selbst wenn ich diese Fehler gar nicht gemacht habe. Ich stehe vor meiner Mannschaft. Vielleicht hat ein Team-Mitglied etwas missverstanden oder eine Anweisung falsch ausgeführt. Ist dann nicht das Team-Mitglied verantwortlich? Nein. Ich bin es, weil ich falsch kommuniziert habe und zu wenig gecoacht habe.

„Jeder Mensch, der ein großes Problem hat, ist ein Idiot. Wenn er das Problem als kleines Problem löst, gibt es kein großes Problem…“.

Wolfgang Grupp – Inhaber der Firma Trigema

Und genau hier kommen wir wieder zu der Einleitung des heutigen Artikels. Inwiefern bringe ich die Disziplin auf auch kleine Probleme oder Hindernisse anzugehen? Wenn ein Mensch an Diabetes oder Lungenkrebs erkrankt, dann hat ihm in 95% der Fälle vorher die Disziplin gefehlt auf sein Essen zu achten oder „Nein“ zur Zigarette zu sagen. Aus diesem Grund trifft es zu, wenn Eliud Kipchoge sagt, dass nur die Disziplinierten im Leben wirklich frei sind. Denn Sie lassen sich nicht von ihren Süchten beherrschen. Sie lassen sich nicht von ihren kurzfristigen Gefühlen beherrschen. Sie sind die Herren ihrer Gefühlswelt und das führt zu Freiheit.

Erfolgreiche Menschen haben allesamt eines gemeinsam…

Wir können die Beispiele auf alle erfolgreichen Unternehmer und Sportler übertragen. Jeder erfolgreiche Unternehmer hat zum Beginn seiner Selbstständigkeit auf Dinge verzichten müssen. Anstelle von Party am Wochenende hieß es am Samstagmorgen arbeiten. Anstelle von Sicherheit durch einen Arbeitsvertrag hat man sich dafür entschieden volle Verantwortung für seine Entscheidungen zu übernehmen. Der Sportler entscheidet sich am Morgen um 5 Uhr aufzustehen, damit er um 6 Uhr seine erste Trainingseinheit absolvieren kann. So ist er seinen Mitstreitern einen Schritt voraus. Kennst du Anekdoten von Profi-Sportlern? Sie haben nicht nur Talent, sondern alle Spitzensportler bringen täglich die Disziplin auf ihre Trainingseinheiten durchzuziehen. Lese dir die Autobiographien erfolgreicher Persönlichkeiten durch. Du wirst überall Disziplin finden. Die Disziplin sich jeden Tag neu zu motivieren, damit Sie ihre großen Ziele erreichen. Kurzfristiger Schmerz führt zu langfristigem Erfolg.

Ich hoffe, dass ich dich mit dem heutigen Artikel motivieren konnte. Stelle dir am besten selbst die Frage, in welchem Bereich du gerne mehr Disziplin aufbringen möchtest? Was passiert, wenn du ab sofort mehr Disziplin in diesem Bereich hättest? Was wäre das langfristige Ergebnis? Wenn du dir dessen bewusst bist, bringst du die Disziplin auf.

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