Schon wieder gescheitert…

Im heutigen Blog-Artikel geht es um das Thema Gewohnheiten. Vielleicht hast du dir auch für das neue Jahr Dinge vorgenommen, welche du durchziehen möchtest. Ganz hoch im Kurs steht am Jahresanfang mehr Sport zu treiben oder sich gesünder zu ernähren. Und das Ganze zeigen auch die Anmeldezahlen in Fitnessstudios oder Suchmaschinenanfragen in Google. Wusstest du, dass nach dem Suchbegriff „Abnehmen“ am meisten im Januar gegoogelt wird?

Es scheitert nicht daran, dass Menschen nicht motiviert genug sind. Es sind einige kleine Dinge, welche die Vorsätze zum Scheitern bringen. Oft nimmt man sich viel zu viele Änderungen vor und ist enttäuscht, wenn nicht alles sofort klappt. Genauso muss man sich bewusst machen, dass für den Erfolg einzig und alleine man selbst verantwortlich ist. Man muss die volle Verantwortung für die Umsetzung und auch die Ergebnisse übernehmen, wenn man es nicht durchzieht.

Wenn du dich nicht änderst, ändert sich nichts. Und für die Umsetzung ist auch nicht dein Partner, nicht das Wetter oder deine Mama verantwortlich. Das ist etwas, was uns Menschen vom Tier unterscheidet. Du kannst mitunter lebenswichtige Entscheidungen selbstverantwortlich treffen, da du deine Instinkte beherrschen kannst. Ebenso haben wir Menschen Denkvermögen und eine lebenslange Lernfähigkeit. Alles, was du jetzt noch nicht beherrscht, kannst du morgen lernen. Oder glaubst du tatsächlich, dass manche Menschen ihren Erfolg in die Wiege gelegt bekommen haben? Nein, kein einziger erfolgreicher Mensch hat den Erfolg in die Wiege gelegt bekommen. Es mag sein, dass manche bessere Voraussetzungen hatten, doch letztendlich haben ihre Gewohnheiten entschieden, ob Sie auch tatsächlich ihr Potential nutzen.

Welche Gewohnheiten musst du dir angewöhnen, um deine Vorsätze umzusetzen?

Es sind kleine Schritte, die deinen Erfolg bestimmen. Wenn du jeden Tag 30 Minuten spazieren gehst, sind das in einer Woche knapp 3,5h. Im Jahr sind es ganze 182h. Du kannst dir sicher sein, dass du dadurch bereits fitter wirst.
Wenn du jeden Tag 15 Minuten in einem guten Buch liest, sind das bereits über 1,5h in der Woche und in einem Jahr etwa 78h. Je nach Lesegeschwindigkeit sind das etwa 10-15 Bücher/jährlich. Bei 10-15 Büchern wirst du definitiv etwas lernen. Wenn du die passenden Bücher liest, entwickelst du dich mit jedem Buch persönlich weiter. Wo bist du beruflich tätig? Wenn du bspw. im Fitnessstudio arbeitest, lese Bücher über Kommunikation, Training & Ernährung, sowie Verkauf. Innerhalb eines Jahres werden sich dir Türen öffnen, weil du immer mehr zum Experten werden wirst. Und das mit einem kleinen Investment von 15 Minuten täglich (und täglich hast du 1440 Minuten zur Verfügung…).
Genauso kannst du das auch im negativen anwenden: jeden Tag 10 Zigaretten rauchen, kostet 4€/täglich und raubt dir stückweise deine Gesundheit. Die Quittung kommt dann nach 10-15 Jahren…
Wenn du jeden Tag eine halbe Tafel Schokolade, also etwa 250kcal mehr, isst, nimmst du 7750kcal mehr im Monat zu dir. Wenn du nichts änderst, nimmst du damit pro Monat etwa 1kg zu. 1kg klingt erst einmal gar nicht so viel. Das summiert sich jedoch über das Jahr hinweg auf über 10kg auf.

Der Preis für eine Zielerreichung ist immer im Voraus zu bezahlen.

Ohne deine Bereitschaft in Vorkasse zu gehen, wirst du dein Ziel nicht erreichen. Und das wichtigste, was du besitzt, ist deine Gesundheit. Wenn du heute an deiner Gesundheit sparst, wirst du später eine teure Rechnung bekommen. Stelle dir also selbst die Frage, was es dir wert ist, wenn du deine Lebensqualität verbesserst?

Wir Menschen sind alle gleich.

Unser Nervensystem, die Art und Weise, wie unser Gehirn arbeitet und unsere physischen Voraussetzungen (bis auf Ausnahmen wie Menschen mit Behinderung o.ä.) sind alle gleich. Was wir Menschen jedoch gänzlich unterscheidet ist die eigene Programmierung. Was meine ich damit? Ich meine die Programmierung unseres Gehirns. Denn diese bestimmt wiederum deine Handlungen und auch deine täglichen Gewohnheiten. Nachfolgend möchte ich dir ein paar Fragestellungen geben, wie du relativ simpel neue Gewohnheiten implementierst:

  1. Was hast du davon, wenn du endlich deinen Vorsatz in die Tat umsetzt?
    Bedenke, dass bei jedem deiner Ziele ein Wunsch dahintersteht: du möchtest einen anderen Zustand. Du möchtest dich anders fühlen. Alle Ziele, die du dir setzt, setzen Emotionen voraus. Wenn du dir einen Sportwagen wünscht, dann geht es nicht um ein Stück Blech. Es geht um das Gefühl, was es in dir auslöst, wenn du bspw. mit offenem Verdeck im Sommer deine Runden drehst. Oder wenn andere Leute dir sagen, was für ein tolles Auto du fährst.
    Somit: was wünschst du dir, wenn du deinen Vorsatz umsetzt?
  2. Was musst du auf täglicher oder wöchentlicher Basis erledigen? Bis wann hast du dein Ziel erreicht?
    Es sind immer kleine Schritte, die du täglich ausführst, welche dich langfristig erfolgreich machen. Wenn ich mir neue Ziele stecke, definiere ich gleichzeitig auch die einzelnen Schritte, kleine Meilensteine. 1 Blog-Artikel/Woche hört sich wenig an, doch summiert sich das über ein Jahr auf 52 Artikel. Das einzige, was ich tun muss, ist mir einmal in der Woche die Zeit zu nehmen und einen Artikel zu schreiben.
    Du hast dir vorgenommen 5kg im nächsten Jahr abzunehmen? Bis wann hast du die 5kg abgenommen? Die einzelnen Schritte können dann sein mehr Sport zu machen und stärker auf eine gesunde Ernährung zu achten. Was musst du hierzu täglich und wöchentlich tun?
  3. Wie stellst du sicher, dass du deine Gewohnheiten tatsächlich auch machst?
    Gewohnheitstracking. Das funktioniert ganz einfach, indem du dir aufschreibst, was für Gewohnheiten du kommende Woche auf jeden Fall umsetzt. Mache dir eine einfache Tabelle, welche du aufhängst und jeden Tag siehst. Das erinnert dich immer daran deine Gewohnheiten zu festigen. In die obere Spalte schreibst du die Wochentage hin und an die seitliche Spalte die Gewohnheit, welche du durchführen möchtest. Für jeden Tag, an dem du dein Ziel erreichst, machst du dann einen Haken oder ein Kreuz. Wenn du das Woche für Woche machst, wirst du sehen, dass sich die neue Gewohnheit immer stärker festigt.
  4. Womit belohnst du dich?
    Bei jeder Gewohnheit hilft es, wenn es eine Belohnung gibt. Denn dadurch konditionierst du dein Unterbewusstsein und stärkst die Verknüpfungen in deinem Gehirn. Bspw. kannst du dir selbst versprechen, dass du dir ein neues Paar Sportschuhe kaufst, wenn du die ersten 2kg abgenommen hast. Einerseits hast du einen Anreiz abzunehmen und andererseits gehst du viel lieber zum Sport, wenn du ein neues Paar Sportschuhe hast (du wirst dich nämlich mit dem richtigen Outfit gleich viel sportlicher fühlen).

Musst du das Rad neu erfinden? Das Rad immer wieder neu zu erfinden kostet Zeit und ist mühsam. Einfacher ist es, wenn du die Gewohnheiten von bereits erfolgreichen Menschen übernimmst. Das nennt man auch „Modelling of Excellence“ und ist eines der Grundprinzipien im NLP (Neurolinguistisches Programmieren). Übernehme die Gewohnheiten und die Verhaltensmuster von Menschen, die bereits das geschafft haben, was du schaffen möchtest. Wenn du dich weiterbilden möchtest, suche dir Menschen, die in deinem Bereich bereits erfolgreich sind. Frage diese Menschen, was sie für Gewohnheiten haben. Was lesen Sie? Was essen Sie? Wie trainieren Sie? Übrigens ist so auch NLP entstanden. Richard Bandler und John Grinder haben sich u.a. die Verhaltensweisen von sehr erfolgreichen Therapeuten angeschaut und analysiert.

Abschließen möchte ich mit dem wichtigsten Punkt für Veränderung.

Sei dir bewusst, dass einzig und alleine die Person, der du tagtäglich in den Spiegel schaust, verantwortlich ist: DU! Kennst du Tage, an denen vermeintlich alles schief läuft? An wem liegt das? Es liegt einzig und alleine an dir.
Und ja: ich bin mir bewusst, dass es Dinge gibt, die außerhalb deines Einflussbereiches liegen. Doch es gibt eine Sache, die du immer kontrollieren kannst: deine Reaktion, deine Handlung und deine Stimmung. Nur weil etwas mal nicht nach Plan läuft, kannst du trotzdem weiter am Ball bleiben.

Hast du Ziele für das neue Jahr? Und wie läuft es bisher? Was mir hilft immer auf Kurs zu bleiben ist mein wöchentliches Journal, bei dem ich auf meine letzte Woche zurückblicke. Ich frage mich, was gut gelaufen ist und welche Dinge nicht wie geplant liefen. Ich analysiere meine Ziele und stelle fest, ob ich in der Zielerreichung bin oder vom Kurs abgekommen bin. Umso früher du feststellst, dass du außerhalb deiner Zielerreichung bist, umso eher kannst du das Ruder herumreißen. Das mache ich für jeden meiner 8 Lebensbereiche.

Wie immer freue ich mich über deinen Kommentar, eine Nachricht oder einfach nur einen Daumen hoch 🙂

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